Gefrierspannen in der Mikrotechnik

Prof. Dr.-Ing. Jens Wulfsberg, Dipl.-Ing. Jörg Lehmann, Laboratorium Fertigungstechnik, Universität der Bundeswehr Hamburg

Das Spannen von Mikroteilen mit herkömmlichen Spannverfahren ist in der Regel nicht möglich. Eine Alternative zum Spannen solcher kleinen und kleinsten Teile ist das Gefrierspannen. Auf dem Markt existieren bereits kommerzielle Produkte, die jedoch einen entsprechend hohen Preis haben und in der Regel eine Spannfläche zur Verfügung stellen, die für viele hundert Mikroteile ausreichend ist.
Am Laboratorium für Fertigungstechnik der Universität der Bundeswehr Hamburg wurde eine kostengünstige Alternative zu den "großen" Gefrierspannplatten entwickelt und bereits als Prototypen realisiert.

Zur Kühlung der Spannfläche kommt ein Peltier-Element mit einer Fläche von 50 x 50 mm zum Einsatz. Die am Peltier-Element entstehende Wärme wird über einen Wasserkreislauf abgeführt und durch einen Wärmetauscher an die Umgebung abgegeben. Bild 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau des Systems, Bild 2 den in einer Mikrobearbeitungsmaschine aufgebauten Prototypen. Erste Bearbeitungstest konnten bereits erfolgreich durchgeführt werden, so dass jetzt eine Optimierung des Gefrierspannsystems erfolgen kann.





© Laboratorium Fertigungstechnik, Universität der Bundeswehr Hamburg

Bild 1: Prinzipieller Aufbau des Gefrierspannsystems







© Laboratorium Fertigungstechnik, Universität der Bundeswehr Hamburg

Bild 2: Prototyp aufgebaut in Mikrobearbeitungsmaschine



Interessenten wenden sich bitte für weitere Informationen an:

Prof. Dr.-Ing Jens P. Wulfsberg, Dipl.-Ing. Jörg Lehmann
Universität der Bundeswehr Hamburg
Laboratorium Fertigungstechnik
Holstenhofweg 85
22043 Hamburg
Tel.: 040 / 6541 - 2720 oder - 2610, Fax.: 040 / 6541 - 2839
E-Mail:
jens.wulfsberg@UniBw-Hamburg.de
Joerg.Lehmann@UniBw-Hamburg.de